DIE OFFIZIELLE HOMEPAGE VON ERNST CHRISTEN - Autor, Publizist, Fotograf, X-trem Biker & Philosophe
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Buch -- Rad fahren und Nirwana
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Ältere Weisheiten
Die interreligiöse Seite

INHALT:
Buddhas vier edle Wahrheiten
Die zehn Gebote Moses
Die Bergpredigt Jesu
Die Symptome der Weisheit (Krischna)
Texte aus dem Koran (Hadith)

BUDDHAS VIER EDLE WAHRHEITEN

1. Die edle Wahrheit vom Leiden
Geburt, Alter, Krankheit, Sterben und Schmerz sind Leiden.
Kummer, Wehklage, Unmut, und Unrast sind Leiden, sowie die Vereinigung mit unangenehmen Personen und das Gebundensein an leidige Lebensbedingungen; auch die Trennung von Geliebtem und von angenehmen Lebensbedingungen und das Nichterlangen dessen was man wünscht. Kurz: Die fünf Arten des Festhaltens am Sein sind Leiden.

2. Die edle Wahrheit von der Leidensentstehung
Es ist dieser Durst, der neues Dasein und Wiedergeburt erzeugt und mit leidenschaftlicher Gier verbunden ist, der hier und da sich neu ergötzt. Nämlich Durst nach den Lüsten der fünf Sinne, Durst nach Dasein und Werden und Durst nach Nichtdasein, Selbstvernichtung.

3. Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens
Es ist ebendieses Durstes Aufhebung durch seine restlose Vernichtung; es ist das Aufheben des Triebes, der Verzicht auf ihn, die Loslösung von ihm, seine Beseitigung.

4. Die edle Wahrheit von dem zur Aufhebung des Leidens führendem Pfad

Es ist dieser achtgliedrige Weg: Rechte Erkenntnis, rechter Entschluss, rechte Rede, rechte Tat, rechter Wandel, rechtes Streben, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

INHALT


DIE ZEHN GEBOTE MOSES

Du sollst den einzigen und wahren Gott verehren.
Du sollst Dir kein Bild von Gott machen.
Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.
Du sollst einen Tag pro Woche heilig halten.
Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht die Ehe brechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst keine falschen Aussagen machen.
Du sollst nicht nach der Frau und dem Besitz Deines Nächsten begehren.

INHALT


DIE BERGPREDIGT JESU
(Frei nach ERNST)


Glücklich sind die Armen, denn ihnen wird das Reich Gottes gehören. Glücklich sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Glücklich sind die Gewaltlosen, denn ihnen wird das Land gehören. Glücklich sind die nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden, denn sie werden satt werden. Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden. Glücklich sind die reinen Herzens, denn sie werden Gott erkennen. Glücklich sind die Friedensstifter, denn man wird sie Gottes Söhne nennen. Glücklich sind die der Gerechtigkeit wegen verfolgten, denn sie werden mit Gott sein. Und glücklich seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft, verfolgt und auf alle möglichen Weisen verleumdet werdet. Freut euch und jubelt, der höchste und ewige Geist wird euch reich belohnen, denn durch Beschimpfung und Verleumdung wurden die Propheten schon vor euch verfolgt.

Ihr seid wie das Salz der Erde. Wenn es nun fade wird und seinen Geschmack verliert, womit soll man es denn wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Auch seid ihr wie das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben und man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäss darüber, sondern man stellt es so hin, dass es das ganze Haus beleuchtet. In dieser Weise soll eure Seele vor aller Augen leuchten und bezeugen, dass ihr in Gottes Wille handelt, damit ihn die Menschen erkennen können, um ihn zu preisen.

Ihr sollt nun nicht denken, dass ich gekommen bin, um das heilige und gütige Gesetz des Allerhöchsten aufzuheben. Nein, im Gegenteil, ich bin gekommen, um es zu verkünden. Dieses sage ich euch: Solange Himmel und Erde nicht vergehen, wird auch nicht ein einziger Buchstabe des heiligen Gesetzes vergehen. Wer auch nur eines der kleinsten Gebote aufhebt, weil er meint, es sei überholt, und die Menschen dementsprechend unterrichtet, wird vor dem Vater keine Ehre empfangen. Wer sich aber nach den heiligen Gesetzen richtet und dies anderen lehrt, wird vor Gott einer der Grossen sein. Wenn ihr nicht besser auf Gottes Willen und Gesetz, das in eure Herzen geschrieben wurde, acht gebt, werdet ihr keinen Zugang zu seinem paradiesischen Reich finden.

Ihr wisst, dass zu den Vorfahren gesagt worden ist: Du sollst nicht töten! Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt werden. Ich aber sage euch: Jeder, der seinen Mitmenschen auch nur zürnt, wird letztendlich, beim Eintritt in das Totenreich, vor Gericht gestellt. Wer zu seinem Mitmenschen sagt: Du Dummkopf!, wird auch vor Gericht kommen. Und wer sagt: Du Verdammter!, wird sich vor dem höllischen Feuer und der höllischen Gottverlassenheit finden. Deshalb sage ich euch: Schliess ohne zu zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg bist. Beim Eingang in das Totenreich ist es zu spät, dort wirst du dem Richter übergeben und dieser wird dich dem Kerkermeister übergeben und dich ins Gefängnis werfen lassen. Von dort, das sage ich euch, kommst du nicht heraus, bevor du alles bis auf das Letzte bezahlt hast.

Ihr wisst, dass es heisst: Du sollst nicht Ehe brechen! Ich aber sage euch: Jeder, der mit begehrlichem Blick eine Frau ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Zügelt eure Sinne, sonst werdet ihr Gottes Reich nicht erkennen.

Ihr habt auch gehört, dass den Vätern gesagt wurde: Du sollst nicht falsch schwören, und wenn du Gott ein Versprechen gegeben hast, sollst du es halten! Ich aber sage euch: Ihr sollt überhaupt nicht schwören, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Reich; noch bei der Erde, denn diese ist das Reich der Mutter; noch beim Vaterland, denn dieses ist das Land des weltlichen Königs. Euer Ja soll ein Ja und euer Nein ein Nein sein, denn alles andere stammt von den dunklen Mächten.

Ihr wisst, dass es heisst: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Setzt euch nicht zur Wehr gegen den, der euch etwas Böses antut. Im Gegenteil: Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, so halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch deinen Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Gib dem der dich bittet, und weise den nicht ab, der von dir ausleihen möchte. Und wenn dir etwas gestohlen wird, dann fordere es nicht zurück.

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne des himmlischen und unsichtbaren Vaters werdet. Denn er lässt die Sonne über Bösen und Guten aufgehen und lässt es regnen für Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch auch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zolleintreiber und Soldaten? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr damit besonderes? Tun das nicht auch die Heiden, die Gott nicht kennen? Ihr sollt also vollkommen sein, so wie es der himmlische und ewige Geist ist.

Hütet euch jedoch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen, sonst habt ihr keinen Lohn von eurem himmlischen Vater zu erwarten. Wenn du den Armen etwas gibst, dann lass es nicht öffentlich verkünden, so wie es die Heuchler in den Tempeln und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Das sage ich euch: Diese haben die verfaulte Frucht ihrer Arbeit bereits erhalten. Wenn du den Armen etwas gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und der Allerhöchste, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr meditiert, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich bei der Meditation gern in die Tempel und an die Strassenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden und ihre Frömmigkeit lauthals verkünden können. Ich sage euch: Diese haben die verfaulte Frucht ihrer Arbeit bereits erhalten. Du aber, wenn du meditieren willst, geh in die Wüste hinaus, damit dich niemand sieht, denn auch dein himmlischer Vater ist im Verborgenen. Er wird es sehen und dir vergelten. Wenn ihr betet sollt ihr nicht plappern, wie die, die Gott nicht kennen. Sie meinen, dass sie nur erhört werden, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie, denn euer himmlischer Vater weiss was ihr braucht, noch ehe ihr ihn darum bittet. Wenn ihr fastet, macht kein Schauspiel daraus, wie die Heuchler, die ein finsteres und ernstes Gesicht aufsetzen. Sie lassen sich trübselig aussehen, damit die Leute bemerken, dass sie fasten. Ich sage euch: Diese haben die verfaulte Frucht ihrer Arbeit bereits erhalten. Wenn du fastest, pflege dein Haar und wasche dein Gesicht wie sonst auch, damit die Leute nicht merken, dass du fastest; nur dein himmlischer Vater, der im Verborgenen ist, soll es sehen. So wird er es euch vergelten.

Ihr sollt keine Reichtümer sammeln hier auf der Erde, wo Motten und Wurm sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. Sammelt eure Reichtümer im Himmel, wo weder Motten noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen können. Denn ich sage euch: Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, das heisst, wenn es nicht durch Sinneslüste gelenkt ist, dann wird dein ganzer Körper erhellt sein. Wenn aber dein Auge krank ist, durch weltliche Gelüste geleitet, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht, das der himmlische Vater deiner Seele gab, erloschen ist, wie gross muss dann die Finsternis sein. Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen, er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben, er wird sich um den einen bemühen und den anderen vernachlässigen. Ihr könnt nicht dem himmlischen Vater und dem Geld zugleich dienen. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, was ihr essen und trinken und womit ihr euch kleiden sollt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Körper wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht. Sie ernten nicht. Sie sammeln keine Vorräte in Scheunen. Es ist euer himmlischer Vater, der sie ernährt. Und was nützen euch die Sorgen? Wer kann mit seinen Sorgen sein Leben auch nur um eine kleine Zeit verlängern? Was sorgt ihr euch um Nahrung und Kleidung? Lernt von den Lilien auf dem Feld und seht zu, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht und sie weben keine Kleider. Ich sage euch: Nicht einmal der König ist so prächtig gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen dem Feuer zum Opfer fällt, wird er sich sicher auch um euch kümmern. Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was essen? Was trinken? Was anziehen? Denn um all das geht es den Heiden, die den himmlischen Vater nicht kennen. Euer himmlischer Vater weiss, dass ihr das alles braucht. So sage ich euch: Setzt euch für die Herrschaft Gottes ein und für die Gerechtigkeit, die er will, das übrige wird euch zufallen. Macht euch keine Sorgen um den nächsten Tag, denn der wird für sich selbst sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Last hat.

Urteilt nicht über andere Menschen, auf dass euch das Urteil nicht selbst trifft. Denn so wie ihr urteilt, werdet ihr auch beurteilt werden und mit dem Mass, mit dem ihr zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden. Du sollst somit nicht über den Splitter im Auge deines Bruders sprechen oder denken, sondern kümmere dich um den Balken in deinem Auge. Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge ziehen, und dabei steckt in deinem Auge ein Balken? Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu entfernen.

Gebt das heilige nicht den Hunden, den Gottlosen, so wie man auch nicht Perlen vor die Schweine wirft, denn sie werden das Kostbare mit ihren Füssen treten, sich betrogen fühlen, sich gegen euch wenden und euch zerreissen.

Bittet in der Meditation den himmlischen Vater, dann wird er euch gegeben; sucht ihn, dann werdet ihr ihn finden; klopft an, dann wird er euch die Türe öffnen. Oder ist einer unter euch, der seinem Bruder einen Stein gibt, wenn er ihn um Brot bittet? Wenn aber ihr in eurer Armut euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird dann der himmlische Vater geben, wenn ihr ihn meditativ bittet. Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Nach diesem handeln die Propheten. Darin besteht das heilige Gesetz.

Die Türe, die auf eurem Weg zum Leben führt, ist klein und schmal und nur wenige finden sie. Deshalb sage ich euch: Geht durch die enge Türe, denn das Tor des Verderbens ist weit und gross, sowie auch der Weg der dorthin führt. Seht nur: Die Menschenkinder befinden sich auf dem weiten und grossen Weg! Hütet euch auch vor den angeblichen Boten des himmlischen Vaters. Sie kommen zu euch wie harmlose Schafe, in Wahrheit aber sind sie reissende Wölfe. An den Früchten ihrer Taten werdet ihr sie erkennen. Dornenbüsche geben keine Trauben und Disteln keine Feigen. Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein schlechter keine guten. An ihren Früchten werdet ihr sie also erkennen, und nicht die, die zu mir sagen: Herr! Herr!, werden das himmlische Reich erkennen, sondern nur die, welche die heiligen Gesetze des himmlischen Vaters erfüllen.

Wer nun meine Worte vernommen hat und danach leben wird, gleicht dem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heranfluten, wenn die Stürme toben und an seinem Haus rütteln, wird es nicht einstürzen. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie der unvernünftige Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als dann ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an seinem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

INHALT


DIE SYMPTOME DER WEISHEIt
(Auszug aus der Bhagavad-Gita; Gespräch zwischen Krischna und Arjuna)


VERS 2.54
Arjuna sprach: O Krischna, welche Merkmale weist jemand auf, dessen Bewusstsein in die Transzendenz eingegangen ist? Wie spricht er, und was sind seine Worte? Wie sitzt er, und wie geht er?

VERS 2.55
Krischna sprach: O Partha, wenn ein Mensch alle Arten von Sinnesbegierden aufgibt, die den Wunschvorstellungen des Geistes entspringen, und wenn sein geläuterter Geist im Selbst allein Befriedigung findet, dann sagt man von ihm, er sei im reinen transzendentalen Bewusstsein verankert.

VERS 2.56
Jemand, dessen Geist nicht verwirrt ist, selbst wenn er die dreifachen Leiden erfährt, der nicht vor Freude überwältigt wird, wenn er Glück geniesst, und der frei von Anhaftung, Angst und Zorn ist, wird ein Weiser mit stetigem Geist genannt.

VERS 2.57
Wer in der materiellen Welt von nichts, was ihm widerfährt - sei es gut oder schlecht -, berührt wird und es weder lobt noch schmäht, ist fest im vollkommenen Wissen verankert.

VERS 2.58
Wer imstande ist, seine Sinne von den Sinnesobjekten zurückzuziehen, so wie die Schildkröte ihre Glieder in den Panzer einzieht, ist unerschütterlich im vollkommenen Bewusstsein verankert.

VERS 2.59
Die verkörperte Seele kann zwar von Sinnenfreuden zurückgehalten werden, doch der Geschmack für die Sinnesobjekte bleibt. Wenn sie jedoch solche Neigungen aufgibt, da sie einen höheren Geschmack erfährt, ist sie im Bewusstsein gefestigt.

VERS 2.60
Die Sinne sind so stark und ungestüm, o Arjuna, dass sie sogar den Geist eines Mannes gewaltsam fortreissen, der Unterscheidungsvermögen besitzt und bemüht ist, sie zu beherrschen.

VERS 2.61
Wer seine Sinne zurückhält und sie vollkommen beherrscht und wer sein Bewusstsein auf mich richtet, ist bekannt als ein Mensch von stetiger Intelligenz.

INHALT


TEXTE AUS DEM KORAN
(Texte aus der Tradition (Hadith) zu Themen des Korans)

Eine Ameise biss eines Tages einen Propheten. Daraufhin befahl er, das ganze Ameisendorf zu verbrennen. Da gab ihm Gott ein: Weil dich eine Ameise gebissen hat, hast du eine ganze Gemeinschaft verbrennen lassen, die Gott preist? Bukhari, Muslim

Wenn ihr euch auf Gott verliesset, wie es das rechte Vertrauen ist, hätte er euch den Lebensunterhalt beschert, wie er es mit den Vögeln tut. Sie fliegen hinaus mager vor Hunger und kehren am Abend zurück mit vollen Bauch. Tirmidhi

Der Starke ist nicht, der die Menschen zu Boden wirft. Der Starke ist der, der im Zorn seine Seele beherrscht. Bukhari, Muslim

Wird einer von euch zornig, wenn er steht, dann soll er sich setzen. Weicht der Zorn doch nicht ab, dann soll er sich hinlegen. Abu Dawud

Der Zorn ist ein Feuer im Herzen der Menschen: Habt ihr nicht die Röte seiner Augen und das Schwellen seiner Halsadern gesehen? Wer etwas von alledem spürt, der halte sich in der Nähe der Erde (d.h.: er soll sich hinsetzen). Abu Dawud

Wenn jemand einem anderen wegen etwas flucht, so steigt sein Fluch zum Himmel: Die Tore des Himmels bleiben vor ihm verschlossen. Der Fluch steigt zur Erde hinab: Ihre Tore bleiben vor ihm verschlossen. Er richtet sich nach rechts und nach links. Wenn er keinen Weg findet, kehrt er zu dem zurück, dem der Fluch galt: Hat er ihn verdient (dann ruht er auf ihm), sonst kehrt er zu dem zurück, der ihn ausgesprochen hat. Abu Dawud

Vier Eigenschaften machen den Menschen zum reinen Frevler. Wer nur eine davon besitzt, besitzt ein entsprechendes Mass an Frevel, bis er sich deren entledigt. Diese sind: das Anvertraute veruntreuen, beim Reden lügen, den Vertragspartner heimtückisch angreifen, im Streit ungerecht sein. Bukhari, Muslim

Vier Laster machen einen zum Heuchler. Wenn eines von ihnen sich in einem Menschen befindet, befindet sich in ihm eine Eigenschaft des Heuchlers, bis er sich dessen entledigt. (Heuchler ist derjenige) der, wenn er spricht, lügt; der, wenn er verspricht, sein Versprechen nicht hält; der, wenn er streitet, ausfällig wird; der, wenn er eine Vereinbarung schliesst, (seinen Partner) hinterhältig überfällt. Bukhari, Muslim

Der schlimmste Mensch ist der Mensch mit zwei Gesichtern. Er begegnet den einen mit einem Gesicht und begegnet den anderen mit einem anderen Gesicht. Bukhari

Ich hörte den Gesandten Gottes nur für drei Fälle ein wenig Lüge erlauben: Wenn der Mann etwas sagt, um Eintracht zu stiften; wenn der Mann im Krieg etwas falsches sagt; und wenn der Mann sich mit seiner Frau unterhält und die Frau sich mit ihrem Mann unterhält. Muslim

Niemand von euch glaubt (wirklich), bis er seinem Bruder das wünscht, was er sich selber wünscht. Bukhari, Muslim

Während der Prophet dasass, kam ein Mann vorbei. Da sagte er zu einem Mann, der bei ihm sass: Was hälst du von diesem?
Er sagte: Das ist ein Mann von den ehrenwerten Menschen. Dieser ist, bei Gott, würdig, dass, wenn er um die Hand einer Frau anhält, man sie ihm zur Frau gibt, und wenn er Fürsprache einlegt, man seine Fürsprache annimmt.
Der Gesandte Gottes schwieg.
Dann kam ein anderer Mann vorbei. Da sagte der Gesandte Gottes: Was hälst du von diesem?
Er sagte: O Gesandter Gottes, dieser gehört zu den armen unter den Muslimen. Ihm gegenüber geziemt es, dass, wenn er um die Hand einer Frau anhält, man sie ihm nicht zur Frau gibt, und wenn er Fürsprache einlegt, man seine Fürsprache nicht annimmt, und wenn er spricht, man seinen Worten nicht zuhört.
Da sagte der Gesandte Gottes: Dieser ist besser als eine ganze Erdenbevölkerung gleicher Art wie der erste. Bukhari

Besucht den Kranken, gebt dem Hungrigen zu essen und befreit die Gefangenen. Bukhari

Als wir auf der Reise mit dem Propheten waren, kam ein Mann auf seinem Reittier und fing an, seine Blicke nach rechts und links zu richten. Da sagte der Gesandte Gottes: Wer mehr Reittiere besitzt, als er braucht, überlasse den Überfluss dem, der keines hat. Und wer mehr Nahrung hat, als er benötigt, überlasse den Überfluss dem, der keine Nahrung hat.
Und er setzte seine Rede fort, indem er verschiedenen Arten von Besitz aufzählte, so dass wir sahen, dass niemand Recht auf Überfluss hat. Muslim

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