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Ältere
Weisheiten
Die interreligiöse Seite
INHALT:
Buddhas vier edle Wahrheiten
Die zehn Gebote Moses
Die Bergpredigt Jesu
Die Symptome der Weisheit (Krischna)
Texte aus dem Koran (Hadith) |
BUDDHAS VIER EDLE WAHRHEITEN
1. Die edle Wahrheit vom Leiden
Geburt, Alter, Krankheit, Sterben und Schmerz sind Leiden.
Kummer, Wehklage, Unmut, und Unrast sind Leiden, sowie
die Vereinigung mit unangenehmen Personen und das Gebundensein
an leidige Lebensbedingungen; auch die Trennung von Geliebtem
und von angenehmen Lebensbedingungen und das Nichterlangen
dessen was man wünscht. Kurz: Die fünf Arten des Festhaltens
am Sein sind Leiden.
2. Die edle Wahrheit von der Leidensentstehung
Es ist dieser Durst, der neues Dasein und Wiedergeburt
erzeugt und mit leidenschaftlicher Gier verbunden ist,
der hier und da sich neu ergötzt. Nämlich Durst nach den
Lüsten der fünf Sinne, Durst nach Dasein und Werden und
Durst nach Nichtdasein, Selbstvernichtung.
3. Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens
Es ist ebendieses Durstes Aufhebung durch seine restlose
Vernichtung; es ist das Aufheben des Triebes, der Verzicht
auf ihn, die Loslösung von ihm, seine Beseitigung.
4. Die edle Wahrheit von dem zur Aufhebung des Leidens
führendem Pfad
Es ist dieser achtgliedrige Weg: Rechte Erkenntnis, rechter
Entschluss, rechte Rede, rechte Tat, rechter Wandel, rechtes
Streben, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.
INHALT
DIE
ZEHN GEBOTE MOSES
Du sollst den einzigen und wahren Gott verehren.
Du sollst Dir kein Bild von Gott machen.
Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.
Du sollst einen Tag pro Woche heilig halten.
Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht die Ehe brechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst keine falschen Aussagen machen.
Du sollst nicht nach der Frau und dem Besitz Deines Nächsten
begehren.
INHALT
DIE BERGPREDIGT JESU
(Frei nach ERNST)
Glücklich sind die Armen, denn ihnen wird das Reich Gottes
gehören. Glücklich sind die Trauernden, denn sie werden
getröstet werden. Glücklich sind die Gewaltlosen, denn ihnen
wird das Land gehören. Glücklich sind die nach Gerechtigkeit
Hungernden und Dürstenden, denn sie werden satt werden.
Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen
finden. Glücklich sind die reinen Herzens, denn sie werden
Gott erkennen. Glücklich sind die Friedensstifter, denn
man wird sie Gottes Söhne nennen. Glücklich sind die der
Gerechtigkeit wegen verfolgten, denn sie werden mit Gott
sein. Und glücklich seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft,
verfolgt und auf alle möglichen Weisen verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt, der höchste und ewige Geist wird
euch reich belohnen, denn durch Beschimpfung und Verleumdung
wurden die Propheten schon vor euch verfolgt.
Ihr seid wie das Salz der Erde. Wenn es nun fade wird und
seinen Geschmack verliert, womit soll man es denn wieder
salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, wird weggeworfen
und von den Leuten zertreten. Auch seid ihr wie das Licht
der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht
verborgen bleiben und man zündet auch nicht ein Licht an
und stülpt ein Gefäss darüber, sondern man stellt es so
hin, dass es das ganze Haus beleuchtet. In dieser Weise
soll eure Seele vor aller Augen leuchten und bezeugen, dass
ihr in Gottes Wille handelt, damit ihn die Menschen erkennen
können, um ihn zu preisen.
Ihr sollt nun nicht denken, dass ich gekommen bin, um das
heilige und gütige Gesetz des Allerhöchsten aufzuheben.
Nein, im Gegenteil, ich bin gekommen, um es zu verkünden.
Dieses sage ich euch: Solange Himmel und Erde nicht vergehen,
wird auch nicht ein einziger Buchstabe des heiligen Gesetzes
vergehen. Wer auch nur eines der kleinsten Gebote aufhebt,
weil er meint, es sei überholt, und die Menschen dementsprechend
unterrichtet, wird vor dem Vater keine Ehre empfangen. Wer
sich aber nach den heiligen Gesetzen richtet und dies anderen
lehrt, wird vor Gott einer der Grossen sein. Wenn ihr nicht
besser auf Gottes Willen und Gesetz, das in eure Herzen
geschrieben wurde, acht gebt, werdet ihr keinen Zugang zu
seinem paradiesischen Reich finden.
Ihr wisst, dass zu den Vorfahren gesagt worden ist: Du sollst
nicht töten! Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt
werden. Ich aber sage euch: Jeder, der seinen Mitmenschen
auch nur zürnt, wird letztendlich, beim Eintritt in das
Totenreich, vor Gericht gestellt. Wer zu seinem Mitmenschen
sagt: Du Dummkopf!, wird auch vor Gericht kommen. Und wer
sagt: Du Verdammter!, wird sich vor dem höllischen Feuer
und der höllischen Gottverlassenheit finden. Deshalb sage
ich euch: Schliess ohne zu zögern Frieden mit deinem Gegner,
solange du mit ihm noch auf dem Weg bist. Beim Eingang in
das Totenreich ist es zu spät, dort wirst du dem Richter
übergeben und dieser wird dich dem Kerkermeister übergeben
und dich ins Gefängnis werfen lassen. Von dort, das sage
ich euch, kommst du nicht heraus, bevor du alles bis auf
das Letzte bezahlt hast.
Ihr wisst, dass es heisst: Du sollst nicht Ehe brechen!
Ich aber sage euch: Jeder, der mit begehrlichem Blick eine
Frau ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr
begangen. Zügelt eure Sinne, sonst werdet ihr Gottes Reich
nicht erkennen.
Ihr habt auch gehört, dass den Vätern gesagt wurde: Du sollst
nicht falsch schwören, und wenn du Gott ein Versprechen
gegeben hast, sollst du es halten! Ich aber sage euch: Ihr
sollt überhaupt nicht schwören, weder beim Himmel, denn
er ist Gottes Reich; noch bei der Erde, denn diese ist das
Reich der Mutter; noch beim Vaterland, denn dieses ist das
Land des weltlichen Königs. Euer Ja soll ein Ja und euer
Nein ein Nein sein, denn alles andere stammt von den dunklen
Mächten.
Ihr wisst, dass es heisst: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich
aber sage euch: Setzt euch nicht zur Wehr gegen den, der
euch etwas Böses antut. Im Gegenteil: Wenn dich einer auf
die rechte Wange schlägt, so halt ihm auch die andere hin.
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das
Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch deinen Mantel. Und
wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen,
dann geh zwei mit ihm. Gib dem der dich bittet, und weise
den nicht ab, der von dir ausleihen möchte. Und wenn dir
etwas gestohlen wird, dann fordere es nicht zurück.
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen
Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch:
Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; betet
für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne des himmlischen
und unsichtbaren Vaters werdet. Denn er lässt die Sonne
über Bösen und Guten aufgehen und lässt es regnen für Gerechte
und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch
auch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun
das nicht auch die Zolleintreiber und Soldaten? Und wenn
ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr damit
besonderes? Tun das nicht auch die Heiden, die Gott nicht
kennen? Ihr sollt also vollkommen sein, so wie es der himmlische
und ewige Geist ist.
Hütet euch jedoch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur
Schau zu stellen, sonst habt ihr keinen Lohn von eurem himmlischen
Vater zu erwarten. Wenn du den Armen etwas gibst, dann lass
es nicht öffentlich verkünden, so wie es die Heuchler in
den Tempeln und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt
zu werden. Das sage ich euch: Diese haben die verfaulte
Frucht ihrer Arbeit bereits erhalten. Wenn du den Armen
etwas gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was die
rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und der
Allerhöchste, der auch das Verborgene sieht, wird es dir
vergelten. Wenn ihr meditiert, macht es nicht wie die Heuchler.
Sie stellen sich bei der Meditation gern in die Tempel und
an die Strassenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden
und ihre Frömmigkeit lauthals verkünden können. Ich sage
euch: Diese haben die verfaulte Frucht ihrer Arbeit bereits
erhalten. Du aber, wenn du meditieren willst, geh in die
Wüste hinaus, damit dich niemand sieht, denn auch dein himmlischer
Vater ist im Verborgenen. Er wird es sehen und dir vergelten.
Wenn ihr betet sollt ihr nicht plappern, wie die, die Gott
nicht kennen. Sie meinen, dass sie nur erhört werden, wenn
sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie, denn euer
himmlischer Vater weiss was ihr braucht, noch ehe ihr ihn
darum bittet. Wenn ihr fastet, macht kein Schauspiel daraus,
wie die Heuchler, die ein finsteres und ernstes Gesicht
aufsetzen. Sie lassen sich trübselig aussehen, damit die
Leute bemerken, dass sie fasten. Ich sage euch: Diese haben
die verfaulte Frucht ihrer Arbeit bereits erhalten. Wenn
du fastest, pflege dein Haar und wasche dein Gesicht wie
sonst auch, damit die Leute nicht merken, dass du fastest;
nur dein himmlischer Vater, der im Verborgenen ist, soll
es sehen. So wird er es euch vergelten.
Ihr sollt keine Reichtümer sammeln hier auf der Erde, wo
Motten und Wurm sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und
sie stehlen. Sammelt eure Reichtümer im Himmel, wo weder
Motten noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen
können. Denn ich sage euch: Wo dein Schatz ist, da ist auch
dein Herz.
Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist,
das heisst, wenn es nicht durch Sinneslüste gelenkt ist,
dann wird dein ganzer Körper erhellt sein. Wenn aber dein
Auge krank ist, durch weltliche Gelüste geleitet, dann wird
dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht, das
der himmlische Vater deiner Seele gab, erloschen ist, wie
gross muss dann die Finsternis sein. Niemand kann zwei Herren
gleichzeitig dienen, er wird entweder den einen hassen und
den anderen lieben, er wird sich um den einen bemühen und
den anderen vernachlässigen. Ihr könnt nicht dem himmlischen
Vater und dem Geld zugleich dienen. Deswegen sage ich euch:
Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, was ihr essen
und trinken und womit ihr euch kleiden sollt. Ist nicht
das Leben wichtiger als die Nahrung und der Körper wichtiger
als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie
säen nicht. Sie ernten nicht. Sie sammeln keine Vorräte
in Scheunen. Es ist euer himmlischer Vater, der sie ernährt.
Und was nützen euch die Sorgen? Wer kann mit seinen Sorgen
sein Leben auch nur um eine kleine Zeit verlängern? Was
sorgt ihr euch um Nahrung und Kleidung? Lernt von den Lilien
auf dem Feld und seht zu, wie sie wachsen. Sie mühen sich
nicht und sie weben keine Kleider. Ich sage euch: Nicht
einmal der König ist so prächtig gekleidet wie eine von
ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet,
das heute auf dem Feld steht und morgen dem Feuer zum Opfer
fällt, wird er sich sicher auch um euch kümmern. Macht euch
also keine Sorgen und fragt nicht: Was essen? Was trinken?
Was anziehen? Denn um all das geht es den Heiden, die den
himmlischen Vater nicht kennen. Euer himmlischer Vater weiss,
dass ihr das alles braucht. So sage ich euch: Setzt euch
für die Herrschaft Gottes ein und für die Gerechtigkeit,
die er will, das übrige wird euch zufallen. Macht euch keine
Sorgen um den nächsten Tag, denn der wird für sich selbst
sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Last hat.
Urteilt nicht über andere Menschen, auf dass euch das Urteil
nicht selbst trifft. Denn so wie ihr urteilt, werdet ihr
auch beurteilt werden und mit dem Mass, mit dem ihr zuteilt,
wird auch euch zugeteilt werden. Du sollst somit nicht über
den Splitter im Auge deines Bruders sprechen oder denken,
sondern kümmere dich um den Balken in deinem Auge. Wie kannst
du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem
Auge ziehen, und dabei steckt in deinem Auge ein Balken?
Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen,
den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu entfernen.
Gebt das heilige nicht den Hunden, den Gottlosen, so wie
man auch nicht Perlen vor die Schweine wirft, denn sie werden
das Kostbare mit ihren Füssen treten, sich betrogen fühlen,
sich gegen euch wenden und euch zerreissen.
Bittet in der Meditation den himmlischen Vater, dann wird
er euch gegeben; sucht ihn, dann werdet ihr ihn finden;
klopft an, dann wird er euch die Türe öffnen. Oder ist einer
unter euch, der seinem Bruder einen Stein gibt, wenn er
ihn um Brot bittet? Wenn aber ihr in eurer Armut euren Kindern
gebt, was gut ist, wieviel mehr wird dann der himmlische
Vater geben, wenn ihr ihn meditativ bittet. Alles, was ihr
also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Nach diesem
handeln die Propheten. Darin besteht das heilige Gesetz.
Die Türe, die auf eurem Weg zum Leben führt, ist klein und
schmal und nur wenige finden sie. Deshalb sage ich euch:
Geht durch die enge Türe, denn das Tor des Verderbens ist
weit und gross, sowie auch der Weg der dorthin führt. Seht
nur: Die Menschenkinder befinden sich auf dem weiten und
grossen Weg! Hütet euch auch vor den angeblichen Boten des
himmlischen Vaters. Sie kommen zu euch wie harmlose Schafe,
in Wahrheit aber sind sie reissende Wölfe. An den Früchten
ihrer Taten werdet ihr sie erkennen. Dornenbüsche geben
keine Trauben und Disteln keine Feigen. Ein guter Baum bringt
gute Früchte hervor, ein schlechter aber schlechte. Ein
guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein
schlechter keine guten. An ihren Früchten werdet ihr sie
also erkennen, und nicht die, die zu mir sagen: Herr! Herr!,
werden das himmlische Reich erkennen, sondern nur die, welche
die heiligen Gesetze des himmlischen Vaters erfüllen.
Wer nun meine Worte vernommen hat und danach leben wird,
gleicht dem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Wenn
dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heranfluten,
wenn die Stürme toben und an seinem Haus rütteln, wird es
nicht einstürzen. Wer aber meine Worte hört und nicht danach
handelt, ist wie der unvernünftige Mann, der sein Haus auf
Sand baute. Als dann ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen
heranfluteten, als die Stürme tobten und an seinem Haus
rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.
INHALT
DIE
SYMPTOME
DER WEISHEIt
(Auszug aus der Bhagavad-Gita; Gespräch zwischen Krischna
und Arjuna)
VERS 2.54
Arjuna sprach: O Krischna, welche Merkmale weist jemand
auf, dessen Bewusstsein in die Transzendenz eingegangen
ist? Wie spricht er, und was sind seine Worte? Wie sitzt
er, und wie geht er?
VERS 2.55
Krischna sprach: O Partha, wenn ein Mensch alle Arten von
Sinnesbegierden aufgibt, die den Wunschvorstellungen des
Geistes entspringen, und wenn sein geläuterter Geist im
Selbst allein Befriedigung findet, dann sagt man von ihm,
er sei im reinen transzendentalen Bewusstsein verankert.
VERS 2.56
Jemand, dessen Geist nicht verwirrt ist, selbst wenn er
die dreifachen Leiden erfährt, der nicht vor Freude überwältigt
wird, wenn er Glück geniesst, und der frei von Anhaftung,
Angst und Zorn ist, wird ein Weiser mit stetigem Geist genannt.
VERS 2.57
Wer in der materiellen Welt von nichts, was ihm widerfährt
- sei es gut oder schlecht -, berührt wird und es weder
lobt noch schmäht, ist fest im vollkommenen Wissen verankert.
VERS 2.58
Wer imstande ist, seine Sinne von den Sinnesobjekten zurückzuziehen,
so wie die Schildkröte ihre Glieder in den Panzer einzieht,
ist unerschütterlich im vollkommenen Bewusstsein verankert.
VERS 2.59
Die verkörperte Seele kann zwar von Sinnenfreuden zurückgehalten
werden, doch der Geschmack für die Sinnesobjekte bleibt.
Wenn sie jedoch solche Neigungen aufgibt, da sie einen höheren
Geschmack erfährt, ist sie im Bewusstsein gefestigt.
VERS 2.60
Die Sinne sind so stark und ungestüm, o Arjuna, dass sie
sogar den Geist eines Mannes gewaltsam fortreissen, der
Unterscheidungsvermögen besitzt und bemüht ist, sie zu beherrschen.
VERS 2.61
Wer seine Sinne zurückhält und sie vollkommen beherrscht
und wer sein Bewusstsein auf mich richtet, ist bekannt als
ein Mensch von stetiger Intelligenz.
INHALT
TEXTE
AUS DEM KORAN
(Texte aus der Tradition (Hadith) zu Themen des Korans)
Eine Ameise biss eines Tages einen Propheten. Daraufhin
befahl er, das ganze Ameisendorf zu verbrennen. Da gab ihm
Gott ein: Weil dich eine Ameise gebissen hat, hast du eine
ganze Gemeinschaft verbrennen lassen, die Gott preist? Bukhari,
Muslim
Wenn ihr euch auf Gott verliesset, wie es das rechte Vertrauen
ist, hätte er euch den Lebensunterhalt beschert, wie er
es mit den Vögeln tut. Sie fliegen hinaus mager vor Hunger
und kehren am Abend zurück mit vollen Bauch. Tirmidhi
Der Starke ist nicht, der die Menschen zu Boden wirft. Der
Starke ist der, der im Zorn seine Seele beherrscht. Bukhari,
Muslim
Wird einer von euch zornig, wenn er steht, dann soll er
sich setzen. Weicht der Zorn doch nicht ab, dann soll er
sich hinlegen. Abu Dawud
Der Zorn ist ein Feuer im Herzen der Menschen: Habt ihr
nicht die Röte seiner Augen und das Schwellen seiner Halsadern
gesehen? Wer etwas von alledem spürt, der halte sich in
der Nähe der Erde (d.h.: er soll sich hinsetzen). Abu
Dawud
Wenn jemand einem anderen wegen etwas flucht, so steigt
sein Fluch zum Himmel: Die Tore des Himmels bleiben vor
ihm verschlossen. Der Fluch steigt zur Erde hinab: Ihre
Tore bleiben vor ihm verschlossen. Er richtet sich nach
rechts und nach links. Wenn er keinen Weg findet, kehrt
er zu dem zurück, dem der Fluch galt: Hat er ihn verdient
(dann ruht er auf ihm), sonst kehrt er zu dem zurück, der
ihn ausgesprochen hat. Abu Dawud
Vier Eigenschaften machen den Menschen zum reinen Frevler.
Wer nur eine davon besitzt, besitzt ein entsprechendes Mass
an Frevel, bis er sich deren entledigt. Diese sind: das
Anvertraute veruntreuen, beim Reden lügen, den Vertragspartner
heimtückisch angreifen, im Streit ungerecht sein. Bukhari,
Muslim
Vier Laster machen einen zum Heuchler. Wenn eines von ihnen
sich in einem Menschen befindet, befindet sich in ihm eine
Eigenschaft des Heuchlers, bis er sich dessen entledigt.
(Heuchler ist derjenige) der, wenn er spricht, lügt; der,
wenn er verspricht, sein Versprechen nicht hält; der, wenn
er streitet, ausfällig wird; der, wenn er eine Vereinbarung
schliesst, (seinen Partner) hinterhältig überfällt. Bukhari,
Muslim
Der schlimmste Mensch ist der Mensch mit zwei Gesichtern.
Er begegnet den einen mit einem Gesicht und begegnet den
anderen mit einem anderen Gesicht. Bukhari
Ich hörte den Gesandten Gottes nur für drei Fälle ein wenig
Lüge erlauben: Wenn der Mann etwas sagt, um Eintracht zu
stiften; wenn der Mann im Krieg etwas falsches sagt; und
wenn der Mann sich mit seiner Frau unterhält und die Frau
sich mit ihrem Mann unterhält. Muslim
Niemand von euch glaubt (wirklich), bis er seinem Bruder
das wünscht, was er sich selber wünscht. Bukhari, Muslim
Während der Prophet dasass, kam ein Mann vorbei. Da sagte
er zu einem Mann, der bei ihm sass: Was hälst du von diesem?
Er sagte: Das ist ein Mann von den ehrenwerten Menschen.
Dieser ist, bei Gott, würdig, dass, wenn er um die Hand
einer Frau anhält, man sie ihm zur Frau gibt, und wenn er
Fürsprache einlegt, man seine Fürsprache annimmt.
Der Gesandte Gottes schwieg.
Dann kam ein anderer Mann vorbei. Da sagte der Gesandte
Gottes: Was hälst du von diesem?
Er sagte: O Gesandter Gottes, dieser gehört zu den armen
unter den Muslimen. Ihm gegenüber geziemt es, dass, wenn
er um die Hand einer Frau anhält, man sie ihm nicht zur
Frau gibt, und wenn er Fürsprache einlegt, man seine Fürsprache
nicht annimmt, und wenn er spricht, man seinen Worten nicht
zuhört.
Da sagte der Gesandte Gottes: Dieser ist besser als eine
ganze Erdenbevölkerung gleicher Art wie der erste. Bukhari
Besucht den Kranken, gebt dem Hungrigen zu essen und befreit
die Gefangenen. Bukhari
Als wir auf der Reise mit dem Propheten waren, kam ein Mann
auf seinem Reittier und fing an, seine Blicke nach rechts
und links zu richten. Da sagte der Gesandte Gottes: Wer
mehr Reittiere besitzt, als er braucht, überlasse den Überfluss
dem, der keines hat. Und wer mehr Nahrung hat, als er benötigt,
überlasse den Überfluss dem, der keine Nahrung hat.
Und er setzte seine Rede fort, indem er verschiedenen Arten
von Besitz aufzählte, so dass wir sahen, dass niemand Recht
auf Überfluss hat. Muslim
INHALT
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